Tierphysiotherapie und Verhalten

Körper und Verhalten gehören zusammen

Verhalten lässt sich nicht immer allein durch Lernen, Erfahrungen oder die Umwelt erklären. Auch körperliche Beschwerden, Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen können dazu beitragen, dass ein Tier sein Verhalten verändert.

Deshalb gehört für mich bei einer Verhaltensberatung auch der Blick auf mögliche körperliche Zusammenhänge dazu.

Tierphysiotherapie biete ich heute nicht mehr als eigenständige Behandlung an. Meine Kenntnisse aus diesem Bereich fließen jedoch weiterhin in meine tierpsychologische Arbeit ein und helfen mir dabei, Auffälligkeiten besser einzuordnen und gegebenenfalls eine weiterführende tierärztliche oder physiotherapeutische Abklärung zu empfehlen.

Wenn Verhalten körperliche Ursachen haben kann

Ein Tier kann Schmerzen und körperliches Unwohlsein nicht mit Worten mitteilen. Veränderungen zeigen sich deshalb manchmal zunächst im Verhalten.

Mögliche Hinweise können beispielsweise sein:

  • plötzliches Meiden bestimmter Bewegungen oder Situationen
  • veränderte Aktivität oder Belastbarkeit
  • Unruhe oder Schwierigkeiten, zur Ruhe zu kommen
  • ungewöhnliche Empfindlichkeit bei Berührungen
  • Abwehrverhalten oder Aggression in bestimmten Situationen
  • Veränderungen beim Springen, Treppensteigen, Aufstehen oder Hinlegen
  • eine veränderte Körperhaltung oder Bewegung
  • Rückzug oder ein allgemein verändertes Verhalten

Solche Veränderungen bedeuten nicht automatisch, dass eine körperliche Ursache vorliegt. Sie können jedoch ein Anlass sein, genauer hinzusehen.

Beobachten, einordnen und gegebenenfalls weiter abklären

Gerade bei Verhaltensproblemen ist es wichtig, nicht vorschnell nur an „Erziehung“ oder „Training“ zu denken.

Während einer Beratung achte ich deshalb auch darauf, ob sich Hinweise auf körperliche Beschwerden oder Einschränkungen ergeben könnten. Dazu können beispielsweise Bewegungsabläufe, Körperhaltung, Reaktionen auf Berührung oder Veränderungen im alltäglichen Verhalten gehören.

Besteht der Verdacht, dass gesundheitliche Faktoren beteiligt sein könnten, empfehle ich eine entsprechende Abklärung durch die behandelnde Tierärztin oder den behandelnden Tierarzt beziehungsweise eine geeignete tierphysiotherapeutische Fachperson.

Eine tierpsychologische Verhaltensberatung ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung.

Besonders wichtig bei länger bestehenden Verhaltensänderungen

Körperliche und verhaltensbezogene Faktoren können sich gegenseitig beeinflussen. Schmerzen können beispielsweise dazu führen, dass bestimmte Situationen gemieden werden. Gleichzeitig können sich über längere Zeit neue Gewohnheiten und Lernerfahrungen entwickeln.

Deshalb kann es sinnvoll sein, sowohl die körperliche als auch die verhaltensbezogene Seite eines Problems zu betrachten.

Mein Ziel ist dabei nicht, medizinische Diagnosen zu stellen, sondern Verhalten möglichst umfassend zu verstehen und bei Bedarf die Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen anzuregen.

Mein heutiger Schwerpunkt

Mein beruflicher Schwerpunkt liegt auf der tierpsychologischen Verhaltensberatung, insbesondere für Hunde und Katzen, sowie auf Beratung, Training und Wissensvermittlung.

Die Kenntnisse aus dem Bereich Tierphysiotherapie ergänzen dabei meinen ganzheitlichen Blick auf das Tier und seine individuelle Situation.

Weitere Informationen finden Sie unter Ablauf einer Verhaltensberatung sowie auf den Seiten zu Hunden und Katzen.

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