
2006 – 2026
Verhalten ist kein Problem – sondern Information!
Seit 20 Jahren darf ich Menschen und ihre Tiere bei Fragen rund um Verhalten und Verhaltensauffälligkeiten begleiten – überwiegend in individueller Einzelarbeit vor Ort, je nach Anliegen auch online.
Gerade bei Hausbesuchen bedeutet das oft auch, Einblick in sehr persönliche Bereiche des Zusammenlebens zu erhalten. Das Vertrauen, das mir dabei entgegengebracht wird, ist für mich auch nach so vielen Jahren keineswegs selbstverständlich.
Dieses Jubiläum ist deshalb etwas Besonderes für mich. Zwanzig Jahre sind ein langer Zeitraum – und durchaus ein Grund, ein wenig zu feiern.
Dabei soll diese Seite kein Rückblick voller Nostalgie sein, sondern auch eine Einladung, genauer hinzusehen: auf Tiere, auf ihr Verhalten und darauf, wie sich unser Wissen und unser Zusammenleben mit ihnen weiterentwickeln.
Warum ein Jubiläum?
Ein Jubiläum bedeutet für mich nicht, Erfolge zu zählen oder mich selbst in den Mittelpunkt zu stellen.
Es ist ein Anlass, eine Haltung sichtbar zu machen, die meine Arbeit seit vielen Jahren prägt.
Nach 20 Jahren Praxis ist eines klarer denn je:
Verhalten entsteht nicht einfach aus Trotz, „Ungehorsam“ oder dem Wunsch, den Menschen zu dominieren.
Auch die Vorstellung, ein Tier tue etwas „extra“, um seinen Menschen zu ärgern, zu bestrafen oder sich für etwas zu rächen, hält sich hartnäckig.
Wenn beispielsweise eine Katze außerhalb ihrer Toilette uriniert, nachdem ihr Mensch länger als gewohnt außer Haus war, kann dieser Zusammenhang durchaus eine Rolle spielen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie beschlossen hat, es ihm nun „heimzuzahlen“.
Verhalten steht immer in einem Zusammenhang mit inneren Zuständen, Bedürfnissen, Emotionen, Erfahrungen, Lernprozessen und Umweltbedingungen. Auch Haltung, Lebensumfeld und körperliche Faktoren können eine Rolle spielen.
Was für uns Menschen störend, schwierig oder unverständlich erscheint, kann aus Sicht des Tieres in seiner jeweiligen Situation durchaus sinnvoll sein.
Verhalten verstehen statt bewerten
Aggression, Rückzug, Angst, Unsauberkeit oder Übererregung sind nicht einfach „Fehlfunktionen“, die beseitigt werden müssen. Sie sind zunächst Informationen, die es einzuordnen gilt.
Verhaltensprobleme entstehen selten isoliert. Alltag, Umfeld, Haltung, Erfahrungen und die Beziehung zwischen Mensch und Tier können dabei ebenso eine Rolle spielen wie die individuellen Voraussetzungen des jeweiligen Tieres.
Deshalb gehören zu meiner Arbeit:
- genaue Beobachtung statt schneller Interpretation
- individuelle Einordnung statt pauschaler Trainingsansätze
- realistische Ziele statt Versprechen
Das gilt für alle unsere Haustiere – mit dem notwendigen Blick für ihre Unterschiede.
Erfahrung bedeutet für mich nicht, schneller zu urteilen, sondern genauer hinzusehen.
Auch unser Zusammenleben mit Tieren verändert sich
Nicht nur unser Wissen über Tiere hat sich weiterentwickelt. Auch ihre Rolle in unserem Leben verändert sich.
Hunde, Katzen und andere Tiere waren schon vor Jahrzehnten für viele Menschen enge Begleiter und Familienmitglieder. Heute ist diese Nähe jedoch noch selbstverständlicher geworden. Viele Menschen richten ihren Alltag nach ihren Tieren aus, nehmen sie mit in den Urlaub, feiern ihre Geburtstage und sind bereit, viel Zeit, Aufmerksamkeit und auch Geld in ihr Wohlergehen zu investieren.
Gleichzeitig wird immer deutlicher, welche Bedeutung Tiere als soziale Begleiter haben können. Gerade in einer Gesellschaft, in der viele Menschen allein leben und immer älter werden, können Tiere Nähe, Struktur, Verantwortung und Gesellschaft geben. Auch in sozialen, pädagogischen und therapeutischen Bereichen werden ihre Fähigkeiten und ihre Wirkung auf Menschen heute sehr viel bewusster einbezogen.
Diese Entwicklung zeigt, wie eng Tiere inzwischen in viele Bereiche unseres Lebens eingebunden sind. Gleichzeitig wächst damit auch die Gefahr, ihr Verhalten ausschließlich aus menschlicher Perspektive zu betrachten und ihnen menschliche Absichten zuzuschreiben.
Deshalb ist es wichtig, die emotionale Bedeutung eines Tieres für den Menschen ernst zu nehmen und zugleich das Tier als Tier im Blick zu behalten – mit seiner eigenen Wahrnehmung, seinen Bedürfnissen und seinen artspezifischen Verhaltensweisen.
Bewährtes behalten – Neues entwickeln
Auch nach 20 Jahren bleibt meine Arbeit in Bewegung. Wissen über Tiere, ihre Bedürfnisse und ihr Verhalten entwickelt sich weiter – und damit auch die Möglichkeiten, dieses Wissen weiterzugeben.
Neben der individuellen Verhaltensberatung und dem Training gehören dazu seit vielen Jahren Vorträge und andere Angebote zur Wissensvermittlung.
Dabei spielt für mich auch Prävention eine wichtige Rolle: Wer schon früh lernt, Tiere, ihre Bedürfnisse und ihre Signale richtig einzuordnen, kann Missverständnisse vermeiden und manchen späteren Problemen vorbeugen.
Deshalb vermittle ich Wissen nicht nur an erwachsene Tierhalterinnen und Tierhalter, sondern auch an Kinder und Jugendliche. Sie sind schließlich diejenigen, die künftig Verantwortung für Tiere übernehmen und unseren Umgang mit ihnen mitgestalten werden.
Auch neue Formen der Wissensvermittlung entwickeln sich aus meiner praktischen Arbeit heraus – mit dem Ziel, komplexe Zusammenhänge verständlich und im Alltag nutzbar zu machen.
Inzwischen kommen zudem neue digitale Möglichkeiten hinzu: die Online-Verhaltensberatung bei geeigneten Fragestellungen und seit diesem Jahr auch meine Online-Akademie mit Kursen für Erwachsene.
Das Jubiläumsjahr 2026
20 Jahre tierpsychologische Arbeit möchte ich nicht nur mit Worten feiern. Deshalb begleiten verschiedene Aktionen und neue Projekte mein Jubiläumsjahr.
Rund um Ostern 2026 gab es eine tierpsychologische Kurzberatung zum Jubiläumspreis von 25 Euro.
Ende August 2026 ist meine Online-Akademie mit den ersten Kursen gestartet. Für mich ist sie ein weiterer Schritt, Wissen über Tiere, ihr Verhalten und den Umgang mit ihnen auch unabhängig von einem individuellen Beratungstermin zugänglich zu machen.
Auch in den kommenden Monaten wird mich das Jubiläum weiter begleiten. Weitere Aktionen oder besondere Angebote kündige ich jeweils aktuell im Bereich Aktuelles an.
Manche Ideen altern nicht. Sie wachsen mit uns.
Auch nach 20 Jahren gibt es für mich immer noch Neues über Tiere zu lernen – und viel dafür zu tun, dass Menschen sie besser verstehen.
Für wen meine Arbeit geeignet ist
Für Menschen,
- die das Verhalten ihres Tieres verstehen und nicht nur verändern möchten,
- die bereit sind, auch Alltag, Umfeld und eigene Reaktionen mit einzubeziehen,
- und die realistische Erwartungen an tierpsychologische Beratung und Verhaltensveränderung haben.
Nicht jedes Problem ist vollständig lösbar. Aber fast jedes Verhalten erklärbar.
Kontakt & Zusammenarbeit
Wenn Sie unsicher sind, ob mein Ansatz zu Ihrer Situation passt, klären wir das vorab in Ruhe:
